November 2001

Coildurchbruch

Die Abbildungen zeigen ein (ca.23t), dass nach einem Unfall wieder auf den Sattelanhänger aufgeladen wurde, den es zuvor an der Stirnwand durchbrochen hatte.

Auf dem Sattelanhänger (, ohne Coilwanne) war das liegend, mit der Achse in Fahrtrichtung geladen. Grundsätzlich ist solch ein Fahrzeug nicht für den Transport von Coils geeignet. Dieses Manko hätte aber mit erheblichen Ladungssicherungsaufwendungen behoben werden können. Das war jedoch lediglich mit folgenden Maßnahmen gesichert:  Eine Art "Coilschuh" mit Holzkeilen diente zur Sicherung gegen seitliches Verrollen. Die weiteren Sicherungsmaßnahmen bestanden aus einer Einsteckrunge, die vor das gesteckt war und einem einzigen Zurrgurt. Die Reibung auf der Ladefläche (Materialpaarung: Hartholz/Metall-Metall) kann mit 0.2 µ realistisch eingeschätzt werden und war leider nicht durch reibungserhöhende Mittel positiv beeinflusst worden. Der Gurt (5.000 im geraden Zug, bei Ladungssicherungspunkten von 2.000 ) war gerissen. Wahrscheinlich war der ohnehin vollkommen überforderte Gurt an den scharfen Kanten der Verpackung "gescheitert". Bei den angenommenen Reibbeiwerten hätten in Längsrichtung ca.14.000 sowie zu den Seiten und nach hinten jeweils 7.000 gesichert werden müssen. Die vorgenommene Sicherung war nicht sehr viel mehr als Makulatur

Eine aus reichende Sicherung hätte wie folgt aussehen können:


    Verwendung von reibungserhöhenden Matten (Mindestdicke 1cm) mit einem µ > 0.5

    Verwendung von Schutzschläuchen an den Gurten z.B. Poly-Urethan-Schläuche oder Schienen.

    Zwei belastungsfähige Einsteckrungen vor dem .

    Zwei Kernumspannungen nach hinten, unter Einbeziehung der Rungen.

    Zwei Kernumspannungen zu den Seiten.

    Zwei Niederzurrungen gegen dynamisches Herausrollen aus dem "Coilschuh".
 

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