Anhang

Anhang 1

Versuchsübersichten

1 Schwallversuche

NummerLadungSattelzugBeladungBemerkung
1207001FichteHSK – E 3404/4, 2 Sektionenohne Bewegung
2FichteHSK – E 3404/4, 2 Sektionenohne Bewegung
3FichteHSK – E 3403/4, 2 Sektionenohne Bewegung
4PappelROW – RW 5604/4, 2 Sektionenohne Bewegung
5FichteHSK – E 3401/2, vordere Sektionohne Bewegung
6PappelROW – RW 5601/2, vordere SektionSchwall
7FichteHSK – E 3401/2, vordere Sektionohne Bewegung
8PappelROW – RW 5601/2, vordere Sektionohne Bewegung
9FichteHSK – E 340wie 7ohne Bewegung
10FichteHSK – E 340wie 7ohne Bewegung
11FichteHSK – E 340wie 7starker Schwall
12PappelROW – RW 560wie 8ohne Bewegung
13PappelROW – RW 560wie 8ohne Bewegung
14FichteHSK – E 340wie 7ohne Bewegung
15PappelROW – RW 560wie 8ohne Bewegung

2 Kavernenversuche

Nr.LadungKennzeichenBeladungErgebnis 
16FichteGS – CD 775längs, über Hinterachseohne Bewegungverdichtet
17KieferSDL – ZF 268 1 Stamm aus Halbkaverneverdichtet
18FichteGS – CD 775 ohne Bewegungverdichtet
19KieferSDL – ZF 268 ohne Bewegungverdichtet
20FichteGS – CD 775 ohne Bewegungverdichtet
21KieferSDL – ZF 268 Komplettblock- verschiebung ca. 30 mmverdichtet
22KieferSDL – ZF 268 Komplettblock- verschiebung ca. 50 mm, Teilblock- verschiebung ca. 50 cmunverdichtet
23KieferSDL – ZF 268 ohne Bewegungverdichtet
24FichteGS – CD 775 ohne Bewegungverdichtet
25FichteGS – CD 775 ohne Bewegungverdichtet
26BucheGS – CD 775 ohne Bewegungverdichtet
27FichteSDL – ZF 268 ohne Bewegungverdichtet
28BucheGS – CD 775 ohne Bewegungverdichtet
29FichteSDL – ZF 268 ohne Bewegungverdichtet
30FichteSDL – ZF 268 ohne Bewegungverdichtet

Anhang 2

Schwall bei quer verladenem Kurzholz

1 Begriff

Als Schwall soll im Folgenden die Bewegung des gesamten Ladungsblocks auf der Ladefläche bzw. von Teilen verstanden werden, die eine quer verladene Kurzholzladung bei einem Bremsmanöver in Richtung der Stirnwand macht. Rollbewegungen einzelner oben liegender Stämme sollen nicht als Schwall bezeichnet werden.
Schwallen von Kurzholz bedeutet, dass es zu größeren Ladungsbewegungen in Richtung Stirnwand kommt. Diese Bewegung kann nicht als „zulässig“ im Sinne VDI 2700 Abs. 2.1 in der Fassung vom November 2004 bezeichnet werden.
Abb. A 2.1 zeigt den zeitlichen Ablauf eines Schwalls (Versuch 11).

Dabei kam es in diesem und in dem Versuch 6 zur Ausbildung eines Keils, auf den die nachfolgende Ladung aufrollte, A 2.2.

Abb. A 2.3 zeigt nochmals den zeitlichen Ablauf der Schallentwicklung des Versuchs 11.

Der Kurvenverlauf zeigt an, dass die Bewegung der Stämme nicht nur nach vorne, sondern auch nach oben gerichtet ist. Damit wird aber ein Teil der Schubenergie für eine Aufwärtsbewegung der Ladungsmasse „abgezweigt“. Bewegungsenergie wird danach nicht nur als Belastung für die Stirnwand anzusehen sein, sondern, weil sich vorn ein „Keil“ bildet auch als Umwandlung in „Lageenergie“ und als eine vertikale Belastung für die Ladefläche vorn.

Anhang 3

Quadratmeterzahl Q-Zahl

1 Einleitung

Um einen Kurzholzstapel in seinem Verdichtungsgrad beschreiben zu können wird eine Kenngröße, die sog. Quadratmeterzahl (Q-Zahl), vorgeschlagen.
Es kann für einen Stapel von Kurzholz eine sog. Quadratmeterzahl ermittelt werden, die es ermöglicht, einen durchschnittlichen Durchmesser eines Kurzholzstapels zu ermitteln. Sollten bestimmte Phänomene im Transport abhängig sein vom Stammdurchmesser, dann kann versuchstechnisch für jeden Versuch diese Größe in etwa konstant eingehalten werden. Mit dieser Kennzahl ist es damit möglich, Stapel unterschiedlicher Kurzholzdurchmesser von dieser Seite her vergleichbar zu machen. Damit wäre dann auch eine Nachvollziehbarkeit gegeben.

2 Definition

Die Quadratmeterzahl soll wie folgt definiert sein:

Als „Festgelegte Fläche“ kann ein 1 m mal 1 m große Fläche, Abb. A 3.1, die Seitenfläche der gesamten Holzladung eines Aufliegers oder die Fläche der Holzladung zwischen den Rungen bei Längsverladung hergenommen werden.
An der Seite eines beladenen Fahrzeug wird ein Feld von 1 m mal 1 m mit Zollstock, Latte und Kreide markiert. In den Versuchen wurde die Kenngröße, wie im Abschnitt 4. dargestellt, ermittelt.

In den Versuchen wurde diese Kennzahl in mehreren Durchgängen ermittelt. Dazu wurden mehrere Höhenmaße, z. B. zwischen zwei Rungen gemessen, arithmetrisch gemittelt und mal der Länge zwischen den Rungen genommen, Abb. A 3.2. Daraus und aus der Anzahl der Stämme in dem gesamten Feld wurde dann die Kennzahl errechnet.

Die Ermittlung der Q-Zahl in diversen Versuchen hat gezeigt, dass mit dieser Kennzahl weitere Möglichkeiten gegeben sind.

3 Zur Theorie

Die Q-Zahl ist eine fiktive Größe. Wie das Ermittlungsbeispiel in Abschnitt 4 zeigt, ergibt sich ein Durchmesser, der aber die restlichen Freiräume in einem Quadrat mit erfasst.
Dadurch ergibt sich eine etwas höhere Anzahl von Stämmen pro Quadratmeter, Abb. A 3.3. Die Q-Zahl ist deshalb eine fiktive Größe. Je größer die Zahl ist, desto mehr Stämme befinden sich fiktiv in dem Feld, und desto kleiner ist der mittlere Durchmesser.

Im Folgenden sollen „Eigenschaften“ der Q-Zahl deutlich werden. In Abb. A 3.4 ist die Ein-Stamm-Variante pro Quadratmeter dargestellt.

Nach der Definition ergibt sich damit eine Q-Zahl von 1.

Für den Fall 4 Stämme pro Quadratmeter nach Abb. A 3.3 ergibt sich eine Q-Zahl von 4, wenn alle Stämme einen Durchmesser von 0,5 m haben. Bei der Q-Zahl wird die Leerfläche so hinzu genommen, als sei sie frei verfügbar! Würde mit D = 1 m eine Q-Zahl gebildet, ergibt sich für die Kreisfläche:

Zahl der Stämme pro Quadratmeter Z =

Die Zahl der Stämme pro Quadratmeter beträgt dann 1,27 Stämme.

Wird einmal angenommen (wie in Abb. A 3.2 dargestellt), dass 4 Stämme (D = 0,5 m) vorhanden sind, so ergibt sich eine Q-Zahl von 4 Stämmen pro Quadratmeter nach Beispiel unter 4:

Q-Zahl = 4 Stämme/Quadratmeter

Für den Fall, dass 16 Stämme pro Quadratmeter vorhanden sind, ergibt sich eine Q-Zahl von 16. Wird ein Flächenvergleich mit D = 0,25 m gemacht, ergibt sich eine Stammzahl von über 20!

Z = 20 Stämme/Quadratmeter

Mit diesen Darlegungen ergeben sich folgende Erkenntnisse:

  • Die Q-Zahl ist eine fiktive Größe. Sie eignet sich aber zum Vergleich zweier Stapel gleicher Stammzahl.
  • Die Q-Zahl gibt mit im Mittel kleiner werdendem Stammdurchmesser immer weniger den tatsächlichen mittleren Stammdurchmesser wieder.
  • Die Q-Zahl eignet sich zur Feststellung eines Verdichtungszustandes mit einem unverdichtetem Stapel.
  • Mit der Q-Zahl kann eine „einseitige“ Stapelung dokumentiert werden. Wenn z. B. alle Stämme mit dem dickeren Wurzelbereich entgegen der Fahrtrichtung gestaut werden, dann kann das mittels der Q-Zahl festgestellt werden.

4 Nachrechnung der Q-Zahl an Beispielen

1. Beispiel: Berechnungsbeispiel

Ladefläche L = 12,25 m
Fläche F = 12,75 m²

2. Beispiel: Verdichtungsvergleich

Es werden zwei verdichtete Fichtenladungen miteinander verglichen:

Im Versuch 20 war die gleiche Ladung mit 59,2 Stämmen/m² stärker verdichtet als im Versuch 16 mit 56,3 Stämmen/m². Der Vergleich zeigt auch, dass die Q-Zahl nur eine „fiktive“ Vergleichsgröße ist!

3. Beispiel: Q-Zahl-Vergleich Stirnfläche zu Heckseite (keilförmige Stauung)

Die Werte im 2. Beispiel zu Versuch 20 waren die Werte, die an der Stirnseite gemessen worden waren. An der Heckseite wurden im gleichen Versuch folgende Werte ermittelt:

Der Vergleich zeigt auf, dass der Stapel überwiegend mit der Wurzelseite heckseitig gestaut worden ist.

4. Beispiel: Q-Zahlvergleich eines verdichteten mit einem unverdichteten Stapel

Der Vergleich zeigt auf, dass zwei Stapel mit gleicher Stammzahl und Holzart, aber unterschiedlich verdichtet, für den unverdichteten Stapel eine kleinere Q-Zahl ergibt.

Nicht untersucht wurde, wie weit sich ein Stapel mit einer Holzart maximal verdichten lässt.

Anhang 4

Auswertung Fahrzeugverzögerung bei dem Schwallereignis Versuch 21

Aus dem Schrieb für die Fahrzeugverzögerung, Abb. 2.4, wurde die Verzögerungskurve gesondert abgebildet, Abb. A 4.1

Dieser Schrieb zeigt in Abweichung von den „normalen“ Verzögerungsschrieben einen Stoß während der Vollbremsphase (gestrichelt) aus einem Ladungsverschub. Erkennbar ist, dass im Maximum des Stoßes zum Zeitpunkt Sekunde 2 die Fahrzeugverzögerung auf etwa 1,5 m/s² absackt. Dieses stellt eine Verzögerungsunterbrechung dar.

Normalerweise sind es äußere Kräfte, wie z. B. das Überfahren eines beidseitigen Hindernisses, die einen Längsstoß am Fahrzeug verursachen. Ein abgebremster Ladungsverschub, Schwall gegen eine Stirnwand oder die Ladungsabbremsung nach einem Verschub durch die Niederzurrung wird ebenso einen Längsstoß verursachen, wie der Schrieb aufzeigt. Es handelt sich aber um eine von „innen“ kommende Kraft. Sie führt dann ebenso wie eine äußere zu einer Bremskraftabschwächung. Damit werden dann die Bremszeit und der Bremsweg verlängert.