Wolfgang Jaspers

Fachausschuss "Sicherung von Personen in Bussen"

Vorsitzender:  Wolfgang Jaspers

Stellvertreter: Andreas Beran

Schriftführer:  Christian Rennie

Gründung:  28. April 2017

Status:  aktiv

Mitglieder:  Bernhard Albers, Rudi Bey, Johannes Brockmeyer, Anja Fischer, Jochen Gentzsch, Bernd Herbener, Siegfried Kerler, Heiko Koch, Steffen Müller,  Bernd Riesener

Auf der Jahresfachtagung 2017 in Melle wurde dieser Fachausschuss ins Leben gerufen.

Ziel ist es, die Verantwortlichen in Politik und im transportierenden Gewerbe davon zu überzeugen, dass Personen in Bussen sicher sein müssen und mindestens genauso behandelt werden, wie Ladung. Das bedeutet, in Bussen dürfen keine Personen befördert werden, die nicht einen Sitzplatz mit einer Sicherungsmöglichkeit zur Verfügung haben. Insbesondere stehende Mitfahrer sehen wir als Problem.

Ladung muss nach der Straßenverkehrsordnung gesichert werden; und zwar so, dass sie nicht verrutschen, verrollen oder von der Ladefläche herunterfallen darf.

Dieses Minimum an Sicherung muss auch Fahrgästen in Bussen zugestanden werden. Genau das ist das Ziel dieses Fachausschusses. Die Wirtschaftlichkeit darf erst nach der Sicherheit der Personen betrachtet werden.

Jeder Leser dieser Seite ist aufgefordert, dem Fachausschuss Informationen über bereits geschehene Unfälle zu übersenden, die ihnen bekannt sind.

Auch Informationen, wie dieses im außerdeutschen Raum gehandhabt wird, ist von Interesse.

E-Mail

Vielen Dank dafür!

Ergebnisse:

1. Sitzung

Am 05. Juli 2017 fand in Kamen unter der Federführung von Initiator Wolfgang Jaspers die erste und konstituierende Sitzung des Fachausschusses „Sicherung von Personen in Bussen (inkl. Gepäck und Gegenständen)“ statt. An der Gründungssitzung nahmen sieben Mitglieder sowie zwei Gäste der Verkehrsbetriebe Kreis Unna teil. Auf Grund jüngster, sehr trauriger Ereignisse in Münchberg (BAB 9) mit 18 toten Fahrgästen kann die Gründung bzw. die Aufgabe dieses Fachausschusses durchaus damit betitelt werden, Aufklärungsarbeit zu betreiben, aber auch Vorgehensweisen von Unternehmen, Verbänden oder der Politik kritisch zu hinterfragen. 

Als eines der Ziele dieses Fachausschusses im KLSK wurde von den Mitgliedern klar ein Soll-Ist-Abgleich der derzeitigen Rahmenbedingungen bei der Personenbeförderung in Linien- und Reisebussen definiert. Wolfgang Jaspers wurde von den Mitgliedern des Ausschusses zum Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen Andreas Beran (Hammelburg) als Stellvertreter sowie Christian Rennie (Nürnberg) als Schriftführer.

Die nächste Sitzung findet am 18.09.2017 in Kamen statt (CR.)

2. Sitzung

Am 18.09.2017 trafen sich die Mitglieder des Fachausschusses Busse zum zweiten Mal in Kamen. Bearbeitet wurden konkrete Arbeitsaufträge, die sich u. a. mit der Sichtung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Reise-  und Linienbusse in Deutschland und in Europa beschäftigten. Als Fazit lässt sich zu diesem Zeitpunkt sagen, dass es zwar diverse Regelungen gibt, um die Fahrgastsicherheit in vorgenannten Fahrzeugen zu erhöhen, aber die Umsetzung teilweise unkonkret oder nicht erkennbar ist. Als wichtigste Erkenntnis ergab sich, dass der Kontakt zu den Fahrzeugherstellern sowie zu Branchenverbänden hergestellt werden muss.

Die nächste Sitzung findet am 27.11.2017 in Kamen statt. 

3. Sitzung

Am 27.11.2017 fand die dritte Ausschusssitzung in Kamen statt.

Eine Mitarbeiterin der BG Verkehr war zu Gast und gab den Anwesenden einen umfänglichen Überblick zum Thema KMP (Kraftahrzeuge zur Beförderung mobilitätsbehinderter Personen). Sehr zum Erstaunen der Anwesenden ergab sich, dass Rollstühle nicht als Ladung gesehen werden, sondern als Sitzplätze ausgewiesen sind.  Um die Sicherheit der im Rollstuhl befindlichen Personen zu gewährleisten, ist die Sicherung über ein Personen- und Rollstuhlrückhaltesystem notwendig. Bei nicht erfolgter Sicherung kann ein Bußgeld von 30,00 € auf Basis § 35a StVZO ausgesprochen werden.
Eine Befragung von Busfahrern wurde beschlossen und die entsprechenden Fragen dazu ausgearbeitet.

Ein FA-Mitglied informierte über eine Anfrage bei politischen Parteien zu unserem Thema. Nur „Die Linke“ gab eine Rückmeldung. Das Fazit des Feedbacks der Partei fällt so aus, dass wirtschaftliche Aspekte sicherheitstechnischen Belangen vorzuziehen sind. Eine recht unbefriedigende Aussage die die Wirtschaftlichkeit vor die Sicherheit stellt.

Die nächste Sitzung findet am 26. Februar 2018 in Kamen statt.

4. Sitzung

Die 4. Sitzung des Fachausschusses fand erneut bei der Autobahnpolizei in Kamen statt.

Es wurde die auf der letzten Sitzung beschlossene Befragung von Busfahrern vorgestellt. Die Schwierigkeiten, um an die Busfahrer heranzukommen stellte das erste Problem dar. Wir konnten uns in zwei geschlossene Benutzergruppen bei Facebook, welche Busfahrer als Mitglieder haben einbuchen. Aus einem dieser beiden Foren gab es keine Reaktion. Aus dem anderen Forum, welches 2.000 Mitglieder hat, schauten sich 708 Personen die Befragung konkret an, während sich davon nur 97 Mitglieder beteiligten.

Kurzergebnisse:

  • 40 Prozent haben schon einmal einen Unfall gehabt

  • 52 Prozent mussten schon einmal eine Gefahrenbremsung machen

  • Davon 47% fremdverursacht

  • 15 Prozent gaben an, dass bei den Bremsungen jemand verletzt wurde

  • 10 Prozent gaben an, dass stehende Personen verletzt wurden

  • 8 Prozent gaben an, dass sitzende Personen verletzt wurden

  • 12 % gaben an, dass der Unfall nicht aktenkundig gemacht wurde

Es wurde eine erneute, überarbeitete Befragung erstellt, die als Dauerbefragung im Internet läuft.

Sie soll von Referenten, die im Busbereich schulen, bzw. vortragen.

Die Mitglieder des FA kümmern sich bis zur nächsten Sitzung um

  • Kontakte zum Fahrgastverband
  • Kontakte zur EU-Politikern
  • Kontakt zum GDV e.V.

Die 5. Fachausschusssitzung findet voraussichtlich im Juni 2018 statt.

Befragung des Fachausschusses „Stehende Personen in Bussen“

Sehr geehrte(r) Busfahrer(in),

 

wir, der Königsberger Ladungssicherungskreis e.V. (www.klsk.de) möchten die Fahrt in Linienbussen sicherer gestalten. Das soll den Fahrgästen, aber auch Ihnen als Fahrer(in) zu Gute kommen.

Wie der Name unseres Vereins schon durchblicken lässt, beschäftigen wir uns vorrangig mit der Ladungssicherung. Damit sind in der Regel Ladegüter gemeint, die nach dem § 22 der Straßenverkehrsordnung gesichert werden müssen.

Aber was ist mit dem Fahrpersonal und mit den Fahrgästen?
Hier gibt es den § 21a (1) StVO welcher fordert:

Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein

In den meisten Fahrzeugen ist mittlerweile ein Sicherheitsgurt vorgeschrieben und muss daher auch benutzt werden. Aber es gibt auch Ausnahmen, wie z.B. unter Nr. 4

Fahrten in Kraftomnibussen, bei denen die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist

Und hier sehen wir das Problem. Sind in diesen Fahrzeugen die physikalischen Kräfte, die auf Personen wirken anders, als die, die auf Ladungen wirken?

Wir sind sicher, dass sie es nicht sind!

Und Sie als Fahrer(in) eines Kraftomnibusses werden dieses sicherlich auch schon das ein oder andere Mal festgestellt haben und das bestätigen können. Sie mussten aus irgendeinem Grunde eine Vollbremsung einleiten, oder ein Ausweichmanöver durchführen. Ist dabei nicht auch ein Fahrgast gestürzt, oder einer vom Sitz gerutscht?
Dieses würden wir gern von Ihnen erfahren und haben dazu eine Befragung im Internet erstellt. Leider gibt es keine aussagekräftigen Statistiken, da viele Vorfälle nicht gemeldet werden.
Wir sind daher auf Ihre Hilfe angewiesen und bitten Sie dringend, diesen Fragebogen auszufüllen, damit wir eine weitere Arbeitsgrundlage haben. Die Befragung ist anonym aufgebaut, und es werden keine Rückschlüsse auf Sie gezogen.

Es wird auch ein Freifeld geben, in welches Sie uns Ihre „ganz besondere Geschichte“ erzählen können.

Bitte geben Sie diesen Brief an Ihre Kollegen(innen) weiter, damit wir eine möglichst hohe Beteiligung haben und um daraus Schlüsse ziehen zu können.

Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Teilnahme und hoffen, dass wir Ihnen und Ihren Fahrgästen durch unseren Fachausschuss in Zukunft zu mehr Sicherheit verhelfen können.

Klicken Sie auf den Link unter diesem Kasten.

 

Sollte es irgendwelche Schwierigkeiten geben, wenden Sie sich mit einer Email an un

 

 

Mit freundlichen Grüßen,                                                          Wolfgang Jaspers
                                                                                       Leiter des Fachausschusses
                                                                                       „Stehende Personen in Bussen“
                                                                                       Email: FA-Busse(at)klsk.de

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