Feststellungen zu den Kavernenversuchen

5.1 Einleitung

Die Versuche wurden in Ergänzung zu den Versuchen von 2004 (Bericht I) gemacht. Die aus den festgestellten Ladungsbewegungen dort abgeleiteten Begriffsfestlegungen wurden übernommen.

Es wurden insgesamt 15 Versuche mit längs verladenem Kurzholz auf zwei verschiedenen LKW durchgeführt. In Übersicht 5.1 und im Anhang 1 ist eine Auflistung der Versuche zu finden.

5.2 Zu den Versuchen

5.2.1 Versuchsziel

Untersucht werden soll, ob

  • die Länge von Kurzholz
  • die Beladetechnik (verdichtet/unverdichtet)
  • die Holzart oder
  • die Stapelzusammensetzung

nachweisbaren Einfluss auf die Entstehung von Kavernen hat. Mit einem Bremsversuch soll das Vorhandensein von Kavernen bei längs verladenem Kurzholz nachgewiesen werden.

5.2.2 Versuchsübersicht

Die Übersicht 5.1 zeigt, welche Versuche, mit welchen Holzarten und mit welchem Ergebnis gemacht wurden.

Nummer Ladung Kennzeichen Ergebnis
16 Fichte GS - CD 775 ohne Bewegung
17 Kiefer SDL - ZF 268 1 Stamm aus Halbkaverne
18 Fichte GS - CD 775 ohne Bewegung
19 Kiefer SDL - ZF 268 ohne Bewegung
20 Fichte GS - CD 775 ohne Bewegung
21 Kiefer SDL - ZF 268 Komplett
22 Kiefer SDL - ZF 268 Komplettblock- und Teilblockverschiebung
23 Kiefer SDL - ZF 268 ohne Bewegung
24 Fichte GS - CD 775 ohne Bewegung
25 Fichte GS - CD 775 ohne Bewegung
26 Buche GS - CD 775 ohne Bewegung
27 Fichte SDL - ZF 268 ohne Bewegung
28 Buche GS - CD 775 ohne Bewegung
29 Fichte SDL - ZF 268 ohne Bewegung
30 Fichte SDL - ZF 268 ohne Bewegung

Übersicht 3.1

5.2.3 Versuchsfahrzeuge

I Fahrzeuge

Für die Versuche standen folgende Fahrzeuge zur Verfügung:

a) Fa. Zellstoffwerk Stendal: SDL - ZF 268 (Abb. 5.1) LKW für Langmaterial mit Ladegerät DaimlerChrysler Typ 930.24

b) Fa. B. Reimann GmbH&Co.: GS - CD 775 (Abb. 5.2) LKW Plattform mit Ladegerät DaimlerChrysler Typ 930.14

Abbildung 5.1
Abbildung 5.2

II Fahrzeugverzögerung

Auch für diese Reihe gilt das unter Abschnitt 3.2.3 Gesagte. Keines der zur Verfügung gestellten Fahrzeuge war mit maximal zulässiger Ladung in der Lage, die vorgeschriebenen 0,8 g zu erreichen. Da die Fahrzeuge allerdings mit nur einem Stapel über der Hinterachse beladen waren, wurden relativ hohe Verzögerungen erreicht. Die Verzögerung bei wesentlichen Versuchen wurde deshalb nicht eigens in diesem Bericht aufgenommen.

III Ladeflächen

Die Stämme liegen bei Fahrzeug unter 1.1 auf Schemeln auf. Die Kanten wurden als formschlüssige Verbindung für Stämme angesehen, Abb. 5.3. Erkenntnisse zur Wirksamkeit derartiger Kanten wurden z. B. in Versuch 21, Abschnitt 5.4.3, gewonnen.

Abbildung 5.3

Fahrzeug 2 hatte eine Ladefläche mit aufgeschweißten, querliegenden Leisten, Abb. 5.4 und 5.5. In den Versuchen hat sich gezeigt, dass trotz der relativ "scharfen" Kanten ein Verschub vorkam, der aber bei Vorliegen einer Niederzurrung deutlich geringer ausfiel.
Die Leisten wirkten nur mit einer ausreichenden Niederzurrung annähernd formschlüssig.
Die Vorspannung ergab sich aus den Abzugswerten. Einen Einfluss der Spreizwirkung der Ladung zwischen den Rungen konnte nicht festgestellt werden.

Abbildung 5.4
Abbildung 5.5

© KLSK e.V.