Mai-2 2005

Schräger Stahl

Abbildung 1 Foto: M. Lang

 

Da die vier H-Träger, die für die Ladefläche zu lang waren, transportiert werden sollten, wurde auf die Bordwand ein Kantholz abgelegt. Hierauf wurden die H-Träger geladen. Während der Fahrt sind die mit einem Spanngurt niedergezurrten H-Träger nach rechts gerutscht. Glücklicherweise kippte das Fahrzeug hierbei nicht um.

 

Durch die Wucht der rutschenden H-Träger wurde der komplette Aufbau nach rechts verschoben. Die linke Bordwand knickte ein und die rechte Bordwand wurde nach außen gebogen.

 

 

 

 

 

Abbildung 2 Foto: M. Lang

 

 

 

 

Abbildung 3 Foto: M. Lang

 

Wie könnten diese H-Träger gesichert werden?

 

 

Aufgrund der niedrigen Ladungshöhe ist von Niederzurren abzuraten. Es würde sich ein Zurrwinkel von 300 oder sogar weniger ergeben. Sinnvoll sind Direktzurrungen/Umspannungen nach beiden Seiten Fragwürdig ist die Verwendung des "Lagerholzes" auf den Bordwänden des Fahrzeugs. Zum einen kann dies zur Überlastung der Bordwände führen zum anderen wird der Ladungsschwerpunkt unnötig erhöht. Wird trotzdem ein Auflageholz auf den Bordwänden abgelegt, so ist darauf zu achten, dass auch dieses entsprechend zu befestigen ist.

 

 

1. Sicherung durch Formschluss nach vorne und Umreifung nach beiden Seite

 

Abbildung 4 M. Lang

 

2. Sicherung durch Keile:

 

 

 

Abbildung 5 M. Lang

 

Rechts und links von den H-Stahlträgern können auf ein Kantholz Keile genagelt werden. Unter das Auflageholz, welches möglichst ein rechteckiges Format haben sollte, und unter die Stahlträger ist eine RH-Matte mit einem nachgewiesenen µ-Wert von> 0.5 zu legen, um die Reibung entsprechend zu erhöhen. Damit der Kontakt zwischen RH-Matte und Ladung gewährleistet bleibt, sind mindestens eine, besser zwei Niederzurrungen einzusetzen. In Fahrtrichtung liegen die Stahlträger an der Stirnwand formschlüssig an. Eine Formschlüssige Sicherung durch die Stirnwand kann nur erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass die Stirnwand die Belastungen aufnehmen kann. Ist die Stirnwand nicht in der Lage, die Belastungen aufzunehmen, kann ggf. durch den Einsatz von Hölzern die Last an der Stirnwand verteilt werden. Der Sicherungsaufwand durch vier Umspannungen ist geringer als die Sicherung mit Keilen.

 

 

 

 

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