Januar 2004

Verlorener Karton

Abbildung 1 Foto: C. Koppers

 

Am 20. Sept. 2003 stand in der Rheinischen Post "Ladung nicht gesichert - Paket lag auf der A46 - Pkw-Fahrer tot". Nun lag tatsächlich nur das Paket, dass in Abb. 1 zu erkennen ist, auf der Autobahn. Ein leichtes Paket, dass von einem Anhänger geweht oder gehüpft ist. Schaut man sich den Anhänger und die Restladung an, fällt es im ersten Moment schwer, sich vorzustellen, dass von diesen "harmlosen" Paketen eine tödliche Gefahr ausgeht.

 

 

Abbildung 2 Foto: C. Koppers

 

Schaut man sich die folgenden Unfallbilder an, beschleicht einen nacktes Grauen, denn durch ein Ausweichmanöver überschlug sich das Fahrzeug und hat am Böschungsrand erheblichen Schaden genommen. Der Tod des Fahrers und zwei schwerverletzte sind zu beklagen. Nun mag es an dieser Stelle abgedroschen und sehr lapidar klingen, wenn man konstatiert, dass eine kleine Ursache große Wirkung haben kann.

 

 

Abbildung 3 Foto: C. Koppers

 

 

Abbildung 4 Foto: C. Koppers
Abbildung 5 Foto: C. Koppers

 

Vielleicht ist genau dies das tragische bzw. teuflische an der Ladungssicherung. Ein kleines, leichtes Ladungsteil, sei es ein Styroporblock, eine Rolle Mineralwolle oder eine Stahlblechrolle von 25 t, alle können einen Unfall verursachen und verheerende Folgen haben. Inzwischen wird den großen schweren Teilen häufiger schon eine größere Bedeutung bei der Ladungssicherung beigemessen. Kleine Teile, seien es Pakete auf Anhängern, Fahrräder auf Pkw-Dächern, Holz für den Kamin auf einem PKW-Anhänger, Besen und Schaufel auf einem Lkw, etc., werden immer noch sehr unbedacht und unüberlegt transportiert und kaum jemand denkt an die Folgen, wenn diese Teile die Ladefläche oder das Fahrzeug verlassen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern, aber auch demjenigen, der durch eine scheinbar kleine Unachtsamkeit hier große Schuld auf sich geladen hat.

© KLSK e.V.