Mai 2007

"Rolling Stones"

 

Diese recht naturnah geformten Steinblöcke waren auf einer Holzladefläche mit Gurten niedergezurrt. Eine Sicherungsart, die insbesondere bei einer derart verunreinigten Ladefläche wenig Erfolg verspricht. Sofern für diesen Transport eine stabilen Muldenkipper, in denen die Steinquader formschlüssig geladen und gesichert werden können, zur Verfügung stehen, gibt es durchaus eine Möglichkeit, auch derartige Ladungen sicher zu transportieren. Darauf dass die hier verwendete Niederzurrung eine nicht angemessene Ladungssicherung ist, wird im Folgenden nicht weiter eingegangen.

 

 

 

 

 

Abbildung 1 [Gerhard Howanietz]

 

 

 

Abbildung 1 [Gerhard Howanietz]

 

Abbildung 3 [Gerhard Howanietz]

 

 

Abbildung 4 [Gerhard Howanietz]
Abbildung 5 [Gerhard Howanietz]

 

Falls hier kein Muldenkipper als geeignetes Fahrzeug zur Verfügung steht, muss eine umfangreiche Sicherung durchgeführt werden. Es ist dann unerlässlich, folgende Maßnahmen zu treffen:

Sicherungsvorschlag:

Derartige Ladungen können durch Direktzurrungen gesichert werden. Eine Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug über ausreichend Ladungssicherungspunkte verfügt.

Die Beladung des Aufliegers erfolgt im vorderen Teil mit einem oder je nach Lastverteilungsplan zwei Steinquadern einzeln formschlüssig hintereinander und dann paarweise nebeneinander, ebenfalls formschlüssig nach vorne. Die Steinquadern werden auf bohlenformatige Hölzer geladen, die beidseitig mit RH-Matten beklebt sind (Sandwich-Elemente). Vor der Beladung werden pro Steinquader die erforderlichen Umspannungen auf der Ladefläche ausgelegt. Dies erleichtert die Ladungssicherung deutlich. Für die ersten Steinquader sind jeweils vier Umspannung – zwei von rechts nach linkes und zwei von links nach rechts – erforderlich. Nach der Beladung werden die Gurte von der einen zur jeweils anderen Seite verspannt und „handwarm“ da es sich um Direktsicherungen handelt, vorgespannt. Diese Umspannungen liefern pro Gurt und Seite jeweils ca. 4.000 daN Sicherungskraft. An der Stirnwand des Trailers, die ggf. eine Sicherungskapazität von 5.000 daN zur Verfügung stellt, müssen zum Schutz derselbigen, Last verteilende Maßnahmen in Form von z. B gestapelten Vierkanthölzern angebracht werden. Nachdem die ersten beiden Steinquader geladen sind, werden die restlichen Steinquader paarweise und zwar formschlüssig nach vorne und zueinander geladen. Verbleiben aufgrund der heterogenen Form der Steinquader Lücken zwischen den Quadern, so dass die Gefahr des Verkantens oder irgend einer anderen Bewegung verbleibt, sind diese Lücken mit Holz auszusteifen oder die Steinquader ggf. einzeln zusätzlich durch Umspannungen zu sichern. Wird die Gesamtzuladung des Aufliegers von 24 t genutzt, besteht bei einem angenommenen Reibbeiwert von µ = 0,5 die Gefahr, dass die Stirnwand um 2,2 t überlastet wird. So wird von unserer Seite grundsätzlich empfohlen, dass spätestens nach den ersten beiden solitär geladenen Steinquadern auch eine Umspannung nach vorne zur Sicherung der Steinquader in Fahrtrichtung angebracht wird. Umspannungen lassen sich an derartigen Steinquadern mit Hilfe von zu einer 8 geschlagenen Kranzketten oder Hebeschlingen ohne weitere Mühe sehr einfach befestigen. Um die Verladung bzw. die die Ladungssicherung gänzlich sicher zu machen, sollte die Ladung nach hinten ebenfalls mit einer Umspannung gesichert werden. Dies kann zum einen ebenfalls durch die Verwendung von Hebeschlingen oder Kranzketten erfolgen oder, sofern der Abschluss wiederum durch einen einzelnen Quader gebildet wird, durch die kreuzweise Umspannung durch Direktzurrung.

Zu den Umspannungen einige Skizzen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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